„Weniger ist mehr“ und „Mehr ist mehr“ stammen aus Diskussionen der modernen Kunsttheorie.
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© iStockphoto.com/John Rawsterne (Grungy Vintage Pattern)
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raphik-Design sollte nicht nur gut sein – im Sinne von professionell, technisch perfekt –, Graphik-Design sollte vor allem „passen“. Wie zum Beispiel ein Maßanzug. Gutes Design zeichnet sich dadurch aus, dass es zum Kunden, zum Produkt, zur Zielgruppe passt. Ziel des „Salons der feinen Graphik“ ist es dabei immer, „maßgeschneiderte“ Graphik/Design-Lösungen zu entwickeln, die nicht nur zeitgemäß, ästhetisch und modern sind, sondern die geforderte Funktion perfekt übersetzen.
In diesem Sinne konzipiertes Screendesign macht die Navigation intuitiv verständlich und erleichtert durch Leitfarben und sinnvolle Textformatierung das Zurechtfinden auf der Homepage. Arbeiten aus dem „Salon der feinen Graphik“ bestechen durch technisches Know-how und ästhetische Sicherheit in der Umsetzung von sämtlichen Gestaltungsaufgaben im Print- und Multimediabereich.
Stimmen sollte aber auch die Chemie zwischen Graphiker und Kunden. Die stimmt dann, wenn der Kunde weiß, dass er immer die beste Qualität bekommt. Egal, um welche Auftragsdimension es geht! Dabei schadet es gewiss nicht, wenn der Graphiker an sich ein fröhliches Gemüt besitzt, was man von den nussiProductions zweifellos behaupten kann.
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Der Untertitel „Salon der feinen Graphik auf der Wieden“ ist durchaus auch ironisch gemeint. Im 18. und 19. Jahrundert waren die Salons – bezeichnenderweise „Empfang“ oder „Gesellschaft“ genannt – Orte der kulturellen Begegnung, Bildung und Schöngeistigkeit. Im Grunde ist das niveauvolle Netzwerken des 21. Jahrhunderts ja nichts anderes als ein gut geführter „Salon“.
Wirklich gut wird nur, was man mit Freude macht. Klingt banal. Ist aber leider nicht selbstverständlich. Was keinesfalls heißt, dass man sich die Arbeit leicht machen darf. Im Gegenteil. Die Voraussetzung für gutes Graphik-Design besteht in gründlichem Verständnis der Aufgabenstellung, in konzeptionellem Hineindenken und erst danach erfolgt die graphische sowie technische Umsetzung.
Weniger ist mehr! Optimales Graphik-Design reduziert die (Werbe)Botschaft auf das Wesentliche: „reduced to the maxx“. Die Wirkung derartiger Werbung trifft sich dabei mit dem Kundenwunsch: „Mehr ist mehr!“ - wie schon Miss Piggy wusste.
Selbst dem besten Graphiker unterlaufen Fehler. Denn nur wo gehobelt wird, fallen auch Späne! Bei – berechtigten und unberechtigten – Reklamationen hält man sich auch heutzutage noch am besten an „Den persönlichen Verkehr mit dem Publikum“ aus dem Standardwerk „Die moderne Damenschneiderei“ (Hermine Bartesch und Mathilde Fiedler, Heinrich Killinger-Verlag Nordhausen, erschienen Ende der 1920er Jahre):
[Zitat] „Bei etwaigen Reklamationen behalte man stets seine Ruhe. Sind solche Wünsche berechtigt, so versuche man diese Vorkommnisse nicht durch mancherlei gesuchte Gründe zu entschuldigen, sondern man erklärt sich einfach zur Abänderung bereit. Man bedenke, es ist richtiger, die nicht zufriedene Kundin kommt wieder und man scheut deshalb die notwendige Änderung nicht, als daß sie zur Konkurrenz geht. Befindet sich die Kundin im Unrecht und hat keinen Grund zur Beanstandung, so gehe man trotzdem darauf ein und nach Verlauf von einigen Tagen schickt man das Kleidungsstück ohne Abänderung der Kundin wieder zu. Die Einbildung macht sehr viel. Dazu gibt es Damen, die an jedem Kleidungsstück etwas auszusetzen haben. Hat man es mit einer Kundin zu tun, die nirgends zufrieden ist, so ist es ratsam, sie bald wieder los zu werden ...“